Sportjournalismus: Bedeutung im Sporteignungstest

KI-generiertes Symbolbild: Person beobachtet Training mit Notizblock, Thema Sportjournalismus
KI-generiertes Bild (Symbolbild). Person beobachtet ein Training mit Notizblock am Feldrand

Sportjournalismus ist die journalistische Arbeit rund um Sport: Ergebnisberichte, Reportagen, Interviews, Analysen und Moderation für Print, Rundfunk, Online- und Social-Media-Formate. Als Studienrichtung verbindet er journalistisches Handwerk mit Sportwissen und wird an einzelnen Hochschulen als eigener Studiengang oder als Schwerpunkt innerhalb der Medien- und Kommunikationswissenschaft angeboten.

Was der Begriff bedeutet

Wer im Sportjournalismus arbeitet, sammelt Informationen, schreibt, moderiert oder produziert Beiträge über Wettkämpfe, Vereine, Verbände und Athleten. Typische Einsatzorte sind Sportredaktionen von Zeitungen und Sendern, Online-Portale, Pressestellen von Vereinen und Verbänden sowie freie Tätigkeit für mehrere Auftraggeber gleichzeitig. Der Zugang läuft meist über ein Studium der Journalistik, Kommunikations- oder Medienwissenschaft mit Sport-Schwerpunkt, über ein Volontariat in einer Sportredaktion oder über den Quereinstieg aus einem sportwissenschaftlichen Studium mit journalistischer Zusatzqualifikation, etwa in Sportkommunikation oder Pressearbeit.

Inhaltlich reicht das Berufsfeld von der klassischen Ergebnismeldung nach dem Spieltag über die datengestützte Spielanalyse bis zur Homestory über einzelne Athleten. Dazu kommen Formate, die erst mit Online- und Social-Media-Kanälen entstanden sind: Liveticker, Kurzvideos, Podcasts und Interviews für die Kanäle von Vereinen und Verbänden selbst. Wer breit aufgestellt sein will, kombiniert journalistisches Schreiben häufig mit Grundkenntnissen in Fotografie, Video- oder Audioschnitt, weil viele Sportredaktionen crossmedial arbeiten.

Von der sportpraktischen Eignungsprüfung, wie sie viele Hochschulen für den Zugang zu Sportwissenschaft und Lehramt Sport verlangen, ist Sportjournalismus fachlich zu unterscheiden. Geprüft wird dort sportliche Leistungsfähigkeit in Disziplinen wie Leichtathletik, Schwimmen und Turnen, nicht journalistisches Können. Einen eigenen Sportjournalismus-Eignungstest gibt es nicht: Wer sich für einen Journalistik- oder Medienstudiengang mit Sportbezug bewirbt, durchläuft das Auswahlverfahren dieses Studiengangs, nicht die sportpraktische Prüfung einer Sportwissenschaftsfakultät.

Rolle im Sporteignungstest

Die acht Hochschulen in unserer Übersicht, die 2026 eine Sporteignungsprüfung verlangen, richten diese ausnahmslos an sportwissenschaftliche Bachelor- und Lehramtsstudiengänge. Keine von ihnen weist dabei einen eigenständigen Studiengang mit dem Titel Sportjournalismus aus. An der Deutschen Sporthochschule Köln gilt der Test laut Prüfungsordnung zur Sporteignungsprüfung für sportwissenschaftliche Bachelor- und Lehramtsstudiengänge aller Schulformen, Stand August 2026. Das gilt ebenso für Bochum, Münster, Wuppertal, Dortmund, Mainz, Kaiserslautern-Landau und Koblenz, jeweils bezogen auf deren sportwissenschaftliche und Lehramtsstudiengänge.

Journalistik- und Medienstudiengänge mit Sport-Schwerpunkt laufen an ihren Hochschulen in der Regel über das reguläre Zulassungsverfahren mit Numerus clausus, Auswahlgespräch oder Arbeitsproben, nicht über eine sportpraktische Prüfung. Das gilt auch für private Hochschulen und Fachhochschulen mit sportjournalistischer Ausrichtung, die typischerweise ohne Praxistest zulassen. Wer stattdessen den Weg über ein sportwissenschaftliches Studium mit anschließender journalistischer Spezialisierung wählt, durchläuft die Eignungsprüfung der jeweiligen Hochschule wie jeder andere Bewerber für diesen Studiengang, mit denselben Terminen, Fristen und Disziplinen. Ein sportjournalistisches Nebenfach oder ein Wahlpflichtmodul innerhalb eines sportwissenschaftlichen Bachelors ändert daran nichts, denn geprüft wird der Zugang zum Hauptfach, nicht zur einzelnen Vertiefung.

Für die Studienwahl heißt das: Wer vor allem journalistisch arbeiten will, muss die sportpraktische Prüfung meist nicht einplanen, sollte sich aber die Bewerbungsfristen des jeweiligen Medien- oder Journalistikstudiengangs früh ansehen, da diese unabhängig von den Terminen der Sporteignungsprüfung laufen. Wer dagegen über ein sportwissenschaftliches Studium in Richtung Sportjournalismus einsteigen will, plant die Eignungsprüfung als festen Bestandteil der Bewerbung ein. Einen Überblick über Hochschulen, an denen ein sportbezogenes Studium ganz ohne Praxistest beginnt, bietet die Übersicht Sport studieren ohne Eignungstest.

Verwandte Begriffe

Sportmanagement ist die betriebswirtschaftlich ausgerichtete Studienrichtung rund um Organisation, Vermarktung und Führung im Sport, ebenfalls überwiegend ohne sportpraktische Zulassungsprüfung. Wie Sportjournalismus wird Sportmanagement häufig als Zusatzqualifikation zu einem sportwissenschaftlichen Studium oder als eigenständiger Studiengang an privaten Hochschulen angeboten.

Sportwissenschaft ist das breitere Fach, aus dem die meisten Bachelor- und Lehramtsstudiengänge mit Eignungstest stammen, darunter die Studiengänge der Deutschen Sporthochschule Köln. Sportjournalismus, Sportmanagement und Sportwissenschaft überschneiden sich in der Praxis oft, etwa wenn Absolventen eines sportwissenschaftlichen Studiums später für Vereine, Verbände oder Sportmedien schreiben. Eine vollständige Übersicht der Begriffe rund um den Sporteignungstest führt weitere verwandte Themen zusammen.

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