Trainingsplan für den Sporteignungstest (12 Wochen)

KI-generiertes Symbolbild: Athlet bindet am Morgen die Laufschuhe am Rand der Bahn, Thema Trainingsplan 12 Wochen
KI-generiertes Bild (Symbolbild). Athlet bindet am Morgen die Laufschuhe an der Bahn

Zwölf Wochen sind ein gängiger Zeitraum, um dich geordnet auf die Prüfung vorzubereiten. Ein Trainingsplan für den Sporteignungstest verteilt die geprüften Bereiche Ausdauer, Kraft, Turnen, Schwimmen und Sportspiele so über die Woche, dass jeder Bereich regelmäßig an die Reihe kommt und keiner bis zum Schluss liegen bleibt. Was hier steht, ist ein allgemeiner Aufbau und kein persönlicher Plan: Umfang und Belastung hängen von deinem Ausgangsniveau, deiner Vorerfahrung und deinem Gesundheitszustand ab.

Was in einen Trainingsplan für den Sporteignungstest gehört

Je nach Hochschule heißt die Prüfung Sporteignungstest, Sporteignungsprüfung oder Sporteingangsprüfung, und die Zusammensetzung unterscheidet sich. Die meisten Hochschulen prüfen Leichtathletik, Turnen, Schwimmen, mindestens ein Sportspiel und einen Ausdauerlauf. An der Deutschen Sporthochschule Köln sind es 19 Einzelleistungen, von denen Bewerberinnen und Bewerber für das Lehramt an Grundschulen oder für Sonderpädagogik 17 erfüllen müssen (Stand August 2026, offizielle Seite zum Eignungstest der DSHS Köln). Andere Standorte arbeiten mit weniger Disziplinen oder mit Punktesystemen.

Daraus folgt der erste Arbeitsschritt, noch vor der ersten Trainingseinheit: Sieh in der Prüfungsordnung deiner Wunschhochschule nach, welche Disziplinen dort tatsächlich verlangt werden. Die Seiten zu Köln, Bochum, Münster und Wuppertal zeigen, wie weit die Anforderungen auseinandergehen können. Erst danach weißt du, welche Bereiche in deinem Plan Gewicht bekommen. Bewirbst du dich an mehreren Hochschulen, richtest du das Training nach der Schnittmenge aus und legst die Sonderfälle in die letzten Wochen.

Der zweite Schritt ist der Kalender. Der Termine-Überblick zeigt, wann die Prüfungen stattfinden. Von diesem Datum rechnest du zwölf Wochen zurück. Liegt weniger Zeit dazwischen, kürzt du die erste Phase, nicht die Technikphase.

Zuerst die sportärztliche Untersuchung

Vor Trainingsbeginn gehört die sportärztliche Untersuchung dazu. Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention weist darauf hin, dass Neulinge und Wiedereinsteiger vor Aufnahme einer sportlichen Betätigung ärztlich untersucht werden sollen, um Vorerkrankungen und Risiken zu erkennen (DGSP zur sportärztlichen Untersuchung, abgerufen August 2026). Unabhängig davon verlangen die Hochschulen ein Attest zur Prüfung. In Köln darf es zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht älter als ein Jahr sein (Stand August 2026), anderswo gelten kürzere Fristen. Was dabei zu beachten ist, steht auf der Seite zum sportärztlichen Attest.

Bei Verletzungen, akuten Erkrankungen, chronischen Beschwerden oder in der Schwangerschaft entscheidet die ärztliche Beratung über Art und Umfang der Belastung, nicht ein Plan aus dem Netz. Fragen zu Nachteilsausgleich oder Nachholterminen beantwortet das Prüfungsamt der Hochschule.

Der 12-Wochen-Aufbau in vier Phasen

Der Aufbau folgt einer einfachen Logik: erst Grundlage, dann Umfang, dann Prüfungsnähe, zuletzt Entlastung. Technik läuft durchgehend mit, weil Turnen und Schwimmen sich nicht in zwei Wochen nachholen lassen.

Phase Wochen Schwerpunkt Technikanteil Prüfungssimulation
Grundlage 1 bis 4 ruhige Ausdauer, Rumpf- und Ganzkörperkraft, Beweglichkeit hoch bei Turnen und Schwimmen, ohne Zeitdruck keine
Aufbau 5 bis 8 mehr Umfang, Sprung- und Sprintformen, Spielformen Turnelemente in Teilen, Schwimmtechnik mit Tempowechseln einzelne Disziplinen unter Bedingungen
Prüfungsnähe 9 bis 11 Disziplinen in der Reihenfolge des Prüfungstags, kurze Pausen ganze Übungsverbindungen ein bis zwei Durchgänge mit mehreren Disziplinen
Entlastung 12 deutlich weniger Umfang, kurze Technikeinheiten Wiederholung sicherer Elemente keine

Woche 12 ist keine Pause, sondern reduziertes Training. Der Umfang sinkt deutlich, die Technikeinheiten bleiben kurz und beschränken sich auf Elemente, die du sicher beherrschst. Neue Übungen kurz vor dem Termin bringen nichts mehr und erhöhen das Verletzungsrisiko. In diese Woche gehören auch die letzten organisatorischen Handgriffe: Unterlagen zusammenlegen, Anreise planen, Ausrüstung prüfen.

Die Prüfungssimulation in Woche 9 bis 11 ist der Teil, den viele auslassen. Sie zeigt, wie sich fünf Disziplinen hintereinander anfühlen, und sie deckt organisatorische Lücken auf, etwa fehlende Wettkampfschuhe oder eine Badekappe. Wie der Prüfungstag abläuft, steht im Beitrag zum Ablauf des Sporteignungstests.

Eine Trainingswoche im Raster

Das folgende Raster ist ein Beispiel für die Aufbauphase, kein Rezept. Übliche Empfehlung für die Vorbereitung sind vier bis fünf Einheiten pro Woche mit mindestens einem trainingsfreien Tag. Wie viel davon für dich sinnvoll ist, klärst du sportärztlich ab.

Tag Bereich Inhalt
1 Leichtathletik Lauf-ABC, Sprints, Sprungformen, kurzes Auslaufen
2 Schwimmen Technik in der Prüfungslage, Starts und Wenden, Streckenschwimmen
3 Kraft und Beweglichkeit Rumpf, Beine, Schulter und Stützkraft für Turnen, Dehnen
4 frei oder lockere Bewegung Spaziergang, ruhiges Radfahren, kein Training
5 Turnen Boden, Reck oder Barren nach Prüfungsordnung, Sprunghocke, Helferstellung nutzen
6 Sportspiel Technik und Spielformen in deiner gemeldeten Sportart
7 Ausdauer ruhiger Dauerlauf, in der Prüfungsnähe als Tempolauf

Zwei Punkte zum Raster. Erstens gehören Turnen und Schwimmen früh in die Woche, solange du frisch bist, weil beide von sauberer Technik leben. Zweitens ist der freie Tag Teil des Plans und keine verlorene Einheit.

Ausdauer

Der Ausdauerlauf steht an vielen Hochschulen am Ende des Prüfungstags und muss dort von allen bestanden werden. Trainiere ihn deshalb auch im müden Zustand, nicht nur ausgeruht. In den ersten Wochen dominieren ruhige Dauerläufe, ab Woche 5 kommen Tempoabschnitte dazu, ab Woche 9 läufst du die geforderte Distanz auf der Bahn, damit du dein Tempogefühl auf 400 Metern Rundenlänge eichst.

Kraft

Gefragt ist Kraft, die du in Sprung, Sprint, Stütz und Wurf brauchst. Rumpfstabilität, Sprungkraft und Stützkraft für die Turnelemente stehen im Vordergrund, nicht Maximalkraft an Geräten. Wer neu im Krafttraining ist, lässt sich die Bewegungen im Verein oder im Studio zeigen, statt sie aus Videos abzuleiten.

Technik Turnen

Turnen ist erfahrungsgemäß der Bereich mit dem größten Rückstand bei Quereinsteigern. Übungsverbindungen brauchen Wiederholungen über Wochen. Trainiere in einer Halle mit Matten und Hilfestellung, am besten in einem Verein oder in einem Hochschulkurs. Einzelelemente zuerst, ganze Verbindungen ab der Aufbauphase.

Schwimmen

Im Schwimmen entscheiden Wasserlage, Start und Wende über Sekunden, die du durch Kraft kaum aufholst. Plane von Beginn an feste Bahnzeiten ein und übe die Lage, die deine Hochschule verlangt. Prüfe früh, ob deine Prüfung im 25-Meter- oder im 50-Meter-Becken stattfindet, weil sich die Zahl der Wenden unterscheidet.

Sportspiele

Viele Hochschulen lassen dich zwischen mehreren Mannschaftssportarten wählen. Sinnvoll ist die Sportart, in der du bereits spielst. Trainiert werden die geprüften Technikbahnen, nicht das freie Spiel, dazu regelmäßiges Spielen für Übersicht und Ballsicherheit. Die Wahl der Sportart wird bei der Anmeldung gemeldet und ist danach meist bindend, also entscheide dich in den ersten Wochen und nicht erst kurz vor dem Termin.

Beweglichkeit

Beweglichkeit taucht selten als eigene Prüfungsdisziplin auf, begrenzt aber Turnen, Hürden und Schwimmen. Ein kurzer Block am Ende jeder Einheit reicht in der Grundlagenphase aus, in der Aufbauphase kommt gezielte Arbeit an Schulter und Hüfte dazu, weil dort die meisten Turnelemente scheitern.

Was der Plan nicht leistet

Ein allgemeiner Plan ersetzt weder Trainerauge noch sportärztliche Beratung, und er ist keine Zusage auf ein Prüfungsergebnis. Wie du am Prüfungstag abschneidest, hängt von deiner Vorgeschichte im Sport, von der Prüfungsordnung deiner Hochschule und vom Tag selbst ab. Zur Ernährung und zu Nahrungsergänzung findest du hier bewusst keine Empfehlungen: Solche Fragen gehören in die sportärztliche Beratung.

Organisatorisch gehört zur Vorbereitung mehr als Training. Meldefristen, Unterlagen und Portale sind auf der Seite zur Anmeldung zum Sporteignungstest zusammengefasst, weitere Ratgeber findest du im Bereich Vorbereitung. Eine verpasste Frist kostet dich ein Semester, unabhängig von deiner Form.

Trainingsplan als PDF

Häufig gesucht wird ein Sporteignungstest-Trainingsplan als PDF zum Ausdrucken. Ein solches Dokument ist immer nur so gut wie die Prüfungsordnung, auf die es sich bezieht. Übertrage das Phasen- und Wochenraster von oben in deinen Kalender und ergänze die Disziplinen deiner Hochschule. Ein ausgedruckter Fremdplan aus dem Netz enthält oft Disziplinen, die an deinem Standort gar nicht geprüft werden.

Häufige Fragen

Reichen 12 Wochen zur Vorbereitung?

Zwölf Wochen sind ein üblicher Zeitraum, wenn du bereits regelmäßig Sport treibst und die Disziplinen aus Verein oder Schule kennst. Ein Sporteignungstest-Trainingsplan über 3 Monate reicht dagegen selten, um Turnelemente oder eine Schwimmlage von Grund auf zu lernen. In diesem Fall planst du früher, oft ein halbes Jahr oder länger.

Wie oft solltest du pro Woche trainieren?

Üblich sind vier bis fünf Einheiten mit mindestens einem freien Tag. Die für dich passende Häufigkeit hängt von Vorbelastung, Alter und Gesundheit ab und gehört in die sportärztliche Beratung. Mehr Einheiten sind nicht automatisch besser, weil Technikfortschritte Erholung brauchen.

Brauchst du einen Vorbereitungskurs?

Pflicht ist ein Kurs nirgends. Sinnvoll kann eine angeleitete Gruppe vor allem im Turnen sein, weil dort Hilfestellung und Mattenaufbau nötig sind. Viele Hochschulen und Vereine bieten offene Übungszeiten an, die den gleichen Zweck erfüllen.

Was gilt bei Verletzung oder Krankheit?

Trainiere nicht gegen ärztlichen Rat weiter. Ob du zur Prüfung antreten kannst, ob es einen Nachholtermin gibt und welche Nachweise dafür nötig sind, entscheidet das Prüfungsamt deiner Hochschule. Das Attest bestätigt nur die Sporttauglichkeit zum Zeitpunkt der Untersuchung.

Gilt derselbe Plan für jede Hochschule?

Nein. Disziplinen, Normwerte und Bestehensregeln legt jede Hochschule in ihrer Prüfungsordnung fest. Der Wochenaufbau lässt sich übertragen, die Inhalte je Bereich nicht. Prüfe die Vorgaben deiner Hochschule, bevor du den Plan festlegst.

Wann beginnst du mit der Prüfungssimulation?

Ab etwa Woche 9, wenn Technik und Ausdauer stehen. Vorher belastet ein kompletter Durchgang stark, ohne viel zu zeigen. Zwei Durchgänge in den letzten drei Wochen reichen aus, der letzte davon spätestens zehn Tage vor dem Termin.

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