
Sportökonomie ist die wirtschaftswissenschaftliche Teildisziplin der Sportwissenschaft, die sich mit Finanzierung, Vermarktung und Märkten des Sports befasst. Der Begriff ist zugleich ein Studiengangsname, etwa an der Universität Bayreuth, wo Sportökonomie neben Lehramt Sport zu den Studiengängen zählt, für die die Hochschule den Bayerischen Sporteignungstest (BaySpET) nennt.
Was der Begriff bedeutet
Als Fachgebiet untersucht Sportökonomie, wie sich wirtschaftliche Prinzipien auf den Sport anwenden lassen: Finanzierung von Vereinen und Verbänden, Vermarktung von Sportevents und Medienrechten, Sponsoring, Sportartikelindustrie, Arbeitsmarkt für Profisportler, öffentliche Förderung von Sportstätten. Als Studiengang verbindet Sportökonomie meist Betriebs- und Volkswirtschaftslehre mit sportwissenschaftlichen Grundlagen, mit wirtschaftswissenschaftlichem Abschluss (B.Sc. oder B.A.).
Typische Berufsfelder nach dem Abschluss liegen bei Sportverbänden, Vereinen der Profiligen, Sportmarketing- und Eventagenturen, Sponsoring-Abteilungen von Unternehmen, Sportartikelherstellern sowie in der Sportverwaltung von Kommunen und Ländern. Der Studiengang richtet sich damit stärker an wirtschaftlich interessierte Bewerber als an Bewerber, die vor allem sportpraktisch ausgebildet werden wollen.
Von Sportmanagement grenzt sich Sportökonomie durch die Perspektive ab. Sportmanagement zielt auf die operative Führung einzelner Sportorganisationen: Personal, Organisation, Marketing eines Vereins oder Verbands. Sportökonomie nimmt die volkswirtschaftliche Sicht ein und fragt nach Märkten, Wettbewerb und Regulierung im gesamten Sportsektor. An vielen Hochschulen überschneiden sich beide Studiengänge inhaltlich stark, die Bezeichnung entscheidet die jeweilige Fakultät.
Rolle im Sporteignungstest
Sportökonomische Studiengänge sind meist wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet und laufen über Numerus clausus oder ein Auswahlverfahren, nicht über einen sportpraktischen Eignungstest. Einen Überblick zu Studiengängen ohne Praxistest bietet der Beitrag Sport studieren ohne Eignungstest. Belegt ist im Zusammenhang mit einem Eignungstest bislang nur ein Fall: An der Universität Bayreuth zählt Sportökonomie neben Lehramt Sport zu den Studiengängen, die im Zusammenhang mit dem Bayerischen Sporteignungstest (BaySpET) genannt werden. Bayreuth führt Lehramt Sport und Sportökonomie in den Angaben zum BaySpET-Verfahren gemeinsam auf, ohne die beiden Studiengänge zu unterscheiden. Bayreuth ist eine von sechs Hochschulen in Bayern, die den BaySpET gemeinsam über das BaySpET-Portal der bayerischen Universitäten verwalten.
Eigene, von Lehramt Sport abweichende Zulassungsregeln speziell für Sportökonomie haben wir auf den BaySpET-Seiten nicht gefunden (Stand August 2026). Für andere Hochschulen mit Sportökonomie-Angebot ist uns kein Eignungstest bekannt.
Wer sich für Sportökonomie in Bayreuth bewirbt, klärt die genaue Zulassungsvoraussetzung am besten direkt mit dem Prüfungsamt oder über das BaySpET-Portal, weil aus den Angaben der Hochschule nicht hervorgeht, ob der praktische Teil des Tests für diesen Studiengang in vollem Umfang gilt oder ob eine abweichende Regelung besteht.
Zahlen und Normwerte
| Merkmal | Angabe (Bayreuth / BaySpET) |
|---|---|
| Verfahren | BaySpET, 5 Prüfungsgebiete |
| Turnus | einmal jährlich im Juli |
| Anmeldefenster | 1. April bis 1. Juni |
| Kosten | keine Angabe auf der Hochschulseite |
| Anerkennung anderer Tests | wie BaySpET, Einzelfallprüfung |
Alle Sporteignungstest-Termine im Überblick, auch außerhalb Bayerns, stehen in der Terminübersicht. Wie Hochschulen Tests anderer Universitäten anerkennen, erklärt der Beitrag zur Anerkennung von Sporteignungstests.
Verwandte Begriffe
Sportmanagement bezeichnet den betriebswirtschaftlich-operativen Gegenpart zur volkswirtschaftlich geprägten Sportökonomie: Führung, Personal und Marketing einzelner Sportorganisationen statt Marktanalyse des gesamten Sportsektors. Sportwissenschaft ist der übergeordnete Fachbereich, dem sowohl Sportökonomie als auch die sportpraktischen und lehramtsbezogenen Studiengänge zugeordnet sind, die einen klassischen Sporteignungstest verlangen. BaySpET ist die Abkürzung für den Bayerischen Sporteignungstest, der an sechs bayerischen Hochschulen einheitlich organisiert wird, darunter Bayreuth. Sporteignungsprüfung ist der allgemeinere Sammelbegriff für alle hochschuleigenen Verfahren, mit denen sportwissenschaftliche und lehramtsbezogene Studiengänge sportmotorische Voraussetzungen prüfen, unabhängig vom Bundesland. Weitere Fachbegriffe rund um den Sporteignungstest erklärt das Lexikon zum Sporteignungstest.