Erste-Hilfe-Nachweis: Bedeutung im Sporteignungstest

KI-generiertes Symbolbild: Gruppe übt Erste-Hilfe-Technik am Trainingsmodell, Thema Erste-Hilfe-Nachweis
KI-generiertes Bild (Symbolbild). Gruppe übt Erste-Hilfe-Technik am Trainingsmodell

Der Erste-Hilfe-Nachweis ist eine Teilnahmebescheinigung über einen abgeschlossenen Erste-Hilfe-Kurs, in Deutschland meist mit 9 Unterrichtseinheiten bei DRK, ASB, Malteser, Johanniter oder DLRG. Für die praktische Prüfung im Sporteignungstest zählt er nicht, an einzelnen Hochschulen ist er aber Voraussetzung für die Zulassung oder für die Einschreibung.

Was der Begriff bedeutet

Ein Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Unterrichtseinheiten dauert in der Regel einen Tag und behandelt lebensrettende Sofortmaßnahmen, Herz-Lungen-Wiederbelebung, den Umgang mit Wunden und den Notruf. Angeboten wird er unter anderem als Rotkreuzkurs Erste Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes sowie von ASB, Maltesern, Johannitern und DLRG. Am Ende steht eine Teilnahmebescheinigung, keine Prüfung mit Note.

Wie lange diese Bescheinigung gültig ist, legt nicht der Kursanbieter fest, sondern die Hochschule, die sie verlangt. Die Fristen unterscheiden sich, deshalb lohnt sich ein Blick auf die jeweilige Zulassungsseite, bevor der Kurs gebucht wird.

Rolle im Sporteignungstest

Der Erste-Hilfe-Nachweis gehört nicht zu den Einzelleistungen einer Sporteignungsprüfung wie Schwimmen, Turnen oder Leichtathletik. Er taucht dort auf, wo Hochschulen ihn als Studien- oder Einschreibauflage verlangen, teils anstelle eines praktischen Tests, teils zusätzlich dazu.

An der Universität Osnabrück entfällt die Eignungsprüfung, die Zulassung läuft über den Numerus clausus. Wer den Studienplatz antritt, muss bis zum Ende des 2. Fachsemesters den Erste-Hilfe-Nachweis und das DLRG-Rettungsschwimmabzeichen Bronze nachreichen, beide höchstens 2 Jahre alt. An der Leuphana Universität Lüneburg fällt der frühere sportpraktische Test seit 2026 ebenfalls weg, gefordert sind stattdessen ein ärztliches Attest, der Erste-Hilfe-Nachweis (höchstens 2 Jahre alt) und das Rettungsschwimmabzeichen Bronze (höchstens 2 Jahre alt).

An der Universität Hamburg ist die Eignungsprüfung bereits 2023 abgeschafft worden. Ab dem Wintersemester 2026/27 verlangt die Universität für die Bewegungswissenschaft stattdessen das Deutsche Sportabzeichen Silber, ein ärztliches Attest, den Nachweis der Rettungsfähigkeit (Erste-Hilfe-Kurs mit 9 Stunden) und ein Schwimmabzeichen mindestens in Gold.

Hochschulen mit klassischer Sporteignungsprüfung, etwa Köln, Bochum, Münster oder Mainz, führen den Erste-Hilfe-Nachweis in ihren veröffentlichten Zulassungsunterlagen nicht auf. Wer sich für die Anmeldung zum Sporteignungstest vorbereitet, sollte deshalb neben Fristen und Unterlagen auch prüfen, ob die Zielhochschule zusätzliche Nachweise wie Erste-Hilfe oder Rettungsschwimmen fordert.

Zahlen und Normwerte

Ein regulärer Erste-Hilfe-Kurs für Führerschein, Beruf oder Studium umfasst 9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten an einem Tag (Stand August 2026). Bei den Hochschulen aus unserer Hochschulübersicht gilt: Osnabrück und Leuphana Lüneburg akzeptieren den Nachweis höchstens 2 Jahre alt, Hamburg nennt ab Wintersemester 2026/27 einen Kurs von 9 Stunden Umfang. Eine bundesweit einheitliche Gültigkeitsdauer gibt es nicht, jede Hochschule legt ihre eigene Frist fest.

Verwandte Begriffe

Eng verwandt ist das Rettungsschwimmen, meist als DLRG-Rettungsschwimmabzeichen Bronze verlangt und häufig zusammen mit dem Erste-Hilfe-Nachweis fällig. Das Deutsche Sportabzeichen dient an manchen Hochschulen als weiterer Ersatznachweis für die praktische Prüfung. Unabhängig vom Erste-Hilfe-Nachweis verlangen die meisten Hochschulen zusätzlich ein sportärztliches Attest, das die gesundheitliche Eignung für die körperliche Belastung bestätigt. Weitere Fachbegriffe rund um den Sporteignungstest sammelt das Lexikon.

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