
Aufwärmen ist die aktive körperliche Vorbereitung auf eine sportliche Belastung: Muskulatur, Kreislauf und Koordination werden auf ein höheres Aktivierungsniveau gebracht, bevor die eigentliche Leistung folgt. Im Sporteignungstest unterscheidest du zwischen allgemeinem Aufwärmen, das den ganzen Körper sportartunabhängig aktiviert, und speziellem Aufwärmen, das gezielt auf die jeweils nächste Prüfungsdisziplin vorbereitet.
Was der Begriff bedeutet
Allgemeines Aufwärmen besteht aus lockerem Einlaufen, Mobilisation der großen Gelenke und leichten Ausfallschritten oder Skippings, insgesamt meist 10 bis 15 Minuten. Ziel ist eine höhere Muskeltemperatur und bessere Durchblutung, nicht die Vorbereitung auf eine einzelne Disziplin. Spezielles Aufwärmen setzt danach an: vor dem Sprint kurze Antritte über 20 bis 30 Meter, vor dem Turnen Übungen für Schulter- und Sprunggelenk, vor dem Schwimmen einige Bahnen im lockeren Tempo.
Nach den zehn Regeln für gesundes Sporttreiben der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention gilt: „Aufwärmen und Dehnen vor dem Sport zur Prävention nicht vergessen.“ Ein Versprechen auf Verletzungsfreiheit ist das nicht. Die Angaben hier sind allgemeine Orientierung, kein individueller Plan, und ersetzen nicht die sportärztliche Untersuchung vor dem Termin.
Rolle im Sporteignungstest
Ein Prüfungstag besteht aus mehreren Blöcken, nicht aus einer einzigen zusammenhängenden Belastung. An der Deutschen Sporthochschule Köln läuft der Test laut Hochschulseite in der Regel von 8 bis 18 Uhr, mit fest eingeplanter Pause. Welche Disziplin wann an der Reihe ist, hängt von der Gruppeneinteilung ab, eine feste Reihenfolge nennt die Hochschule nicht. Zwischen den einzelnen Prüfungsblöcken liegen so unterschiedlich lange Wartezeiten, in denen die Muskulatur wieder auskühlt. Deshalb wärmst du dich an einem solchen Tag nicht einmal auf, sondern vor jedem neuen Block erneut, jeweils kurz und passend zur anstehenden Disziplin.
Kraft- und koordinationsbetonte Disziplinen wie Turnen und Sprint stehen in vielen Prüfungsordnungen früh am Tag, der ermüdende Ausdauerlauf ans Ende, damit die Muskulatur für die technischen Elemente frisch ist. An der Ruhr-Universität Bochum ist der Test 2026 sogar auf zwei Tage verteilt (3. und 4. September, getrennt nach Nachname A bis L und M bis Z); an jedem der beiden Prüfungstage läuft wieder ein eigener Blockplan mit denselben Wartezeiten zwischen den Stationen.
Den genauen Ablauf des Prüfungstags mit Blöcken und Pausen findest du gesondert aufgeschlüsselt. Wie du deine Aufwärmzeit über einen ganzen Prüfungstag einteilst, steht in den Tipps für den Prüfungstag. Eine feste Aufwärmroutine gehört auch in den Trainingsplan für den Sporteignungstest, damit du sie am Prüfungstag nicht zum ersten Mal ausprobierst.
Zahlen und Normwerte
| Hochschule | Prüfungstag | Besonderheit |
|---|---|---|
| Deutsche Sporthochschule Köln | 8 bis 18 Uhr, Pause eingeplant | Reihenfolge der Disziplinen nach Gruppeneinteilung, nicht fix |
| Ruhr-Universität Bochum | 3. und 4. September 2026 | Aufteilung nach Nachname A-L / M-Z |
Feste Zeitvorgaben für das Aufwärmen selbst nennt keine der beiden Hochschulen, die Uhrzeiten stammen aus dem laufenden Prüfungsablauf. Stand August 2026.
Verwandte Begriffe
Cool-down bezeichnet das Gegenstück nach der Belastung: lockeres Auslaufen und Dehnen, damit der Kreislauf langsam herunterfährt statt abrupt zu stoppen. Tapering meint die gezielte Reduzierung des Trainingsumfangs in den letzten ein bis zwei Wochen vor dem Termin, damit du ausgeruht und nicht übermüdet antrittst. Weitere Fachbegriffe rund um den Sporteignungstest sammeln wir im Lexikon.