
Der Startsprung ist der Kopfsprung vom Startblock oder Beckenrand, mit dem eine Schwimmstrecke beginnt. Im Sporteignungstest zählt er zur Schwimmdisziplin und wird meist als Grab-Start mit paralleler Fußstellung oder als Track-Start mit einem Fuß vorn und einem Fuß hinten ausgeführt.
Was der Begriff bedeutet
Beim Grab-Start stehen beide Füße nebeneinander am vorderen Rand des Startblocks oder des Beckenrands, die Zehen greifen über die Kante. Beim Track-Start steht ein Fuß einen halben Schritt zurück, das bringt beim Absprung mehr Kraft aus den Beinen, verlangt aber etwas mehr Gleichgewicht. In beiden Varianten beugst du die Knie, streckst die Arme nach vorne, nimmst den Kopf zwischen die Oberarme und drückst dich mit einer Streckung der Beine ins Wasser. Ziel ist ein flacher Eintauchwinkel, denn je platter der Körper eintaucht, desto weniger Strömungswiderstand bremst dich in der anschließenden Gleitphase.
Spring nur in Wasser, dessen Tiefe geprüft und freigegeben ist, und halte dich an die Beckenregeln des jeweiligen Bads. Nach dem gemeinsamen Sicherheitshinweis von DLRG und DGOU zu Kopfsprüngen enden in Deutschland jährlich rund 80 Kopfsprünge in zu flaches oder trübes Wasser mit einer Querschnittlähmung. Im Sporteignungstest findet der Startsprung im Hallenbad der Hochschule statt, mit festgelegten Startblöcken und unter Aufsicht des Prüfungspersonals.
Rolle im Sporteignungstest
In den Prüfungen von Köln, Bochum, Münster, Wuppertal, Mainz, Koblenz und der RPTU Kaiserslautern-Landau gehört Schwimmen zu den geprüften Disziplinen, an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, der Universität Koblenz und der RPTU konkret über 100 Meter. Einzig die Technische Universität Dortmund kommt unter ihren acht Einzeldisziplinen ohne Schwimmnachweis aus, dort zählen ausschließlich Leichtathletik, Turnen und ein Sportspiel.
Eine eigene Normzeit nur für den Startsprung veröffentlicht keine der Hochschulen aus unserer Hochschulübersicht, geprüft wird die Gesamtzeit über die Schwimmstrecke. Auf 100 Metern macht ein sauberer Start trotzdem einen messbaren Unterschied, weil die Meter in der Gleitphase ohne Schwimmzug zurückgelegt werden und dadurch schneller sind als jeder Zug im Wasser. Wer den Start übt, verbessert die Gesamtzeit, ohne an der Kondition arbeiten zu müssen. Details zu Zielzeiten und dem genauen Streckenablauf für Mainz, Koblenz und weitere Hochschulen sammelt der Ratgeber zum Schwimmen im Sporteignungstest.
Zahlen und Normwerte
Sekundenwerte allein für den Startsprung haben wir auf den Prüfungsseiten der Hochschulen aus unserer Übersicht nicht gefunden (Stand August 2026). Gemessen wird durchgehend die Zeit über die komplette Strecke, in Mainz, Koblenz und an der RPTU Kaiserslautern-Landau also über 100 Meter Schwimmen. Wie stark der Start die Endzeit beeinflusst, hängt von der Beckenlänge ab und davon, ob eine Wende in die 100 Meter fällt: Bei einer 25-Meter-Bahn liegen rechnerisch drei Wenden zwischen Start und Zielanschlag, bei einer 50-Meter-Bahn nur eine.
Verwandte Begriffe
Die Rollwende markiert das Ende einer Bahn und den Wechsel in die nächste, bei kurzen Becken kommt sie in einer 100-Meter-Strecke mehrfach vor. Kraul ist der Schwimmstil, mit dem die meisten Teilnehmer nach dem Startsprung beschleunigen, weil er unter den klassischen Lagen die höchste Geschwindigkeit erlaubt. Streckentauchen ist eine eigene Teilleistung, die die Bergische Universität Wuppertal zusätzlich zum Zeitschwimmen prüft: Dort folgt auf den Startsprung eine möglichst lange Tauchstrecke statt eines Schwimmzugs an der Oberfläche. Einen Überblick über weitere Fachbegriffe rund um den Sporteignungstest, die Sporteignungsprüfung oder die Sporteingangsprüfung bietet die Begriffsübersicht.