Vorbereitungskurs: Bedeutung im Sporteignungstest

KI-generiertes Symbolbild: Trainingsgruppe übt am Nachmittag unter Anleitung eines Trainers, Thema Vorbereitungskurs
KI-generiertes Bild (Symbolbild). Trainingsgruppe übt am Nachmittag unter Anleitung eines Trainers

Ein Vorbereitungskurs für den Sporteignungstest ist ein kommerzielles oder vereinsgetragenes Kursangebot, das gezielt die sportmotorischen Prüfungsteile einer bestimmten Hochschule trainiert, meist über mehrere Wochen und gegen Gebühr. Er unterscheidet sich vom hochschuleigenen Übungstag, den manche Hochschulen selbst veranstalten, um Bewerbern die Testdisziplinen und die Prüfungshalle vorab zu zeigen.

Was der Begriff bedeutet

Anbieter von Vorbereitungskursen sind Sportvereine, private Trainer oder Fitnessstudios, nicht die Hochschulen selbst. Die Kurse finden meist in Präsenz statt, in Sporthallen oder Schwimmbädern in der Nähe der Zielhochschule, seltener als Einzelcoaching für eine bestimmte Disziplin. Der Kursinhalt richtet sich meist nach den Disziplinen einer einzelnen Zielhochschule, weil sich die Prüfungsinhalte zwischen den Standorten unterscheiden: Schwimmstrecke, Turngeräte und die Auswahl an Ballsportarten variieren von Hochschule zu Hochschule. Namen einzelner Anbieter und ihre Preise liegen uns nicht vor, weil sich das Angebot regional und saisonal ändert.

Kein Kurs ist Pflicht für die Zulassung zum Sporteignungstest. Die Prüfungsordnungen verlangen ausschließlich das Bestehen der Einzeldisziplinen am Prüfungstag, keinen vorherigen Kursbesuch und keine bestimmte Trainingsform. Ein Vorbereitungskurs kann helfen, einzelne Bewegungsabläufe zu üben, ein Bestehen der Prüfung garantiert er nicht.

Rolle im Sporteignungstest

Ein Vorbereitungskurs ersetzt nicht den Blick in die Prüfungsordnung der Zielhochschule. Welche Geräte beim Turnen zum Einsatz kommen, wie lang die Schwimmstrecke ist und welche Sportspiele zur Wahl stehen, legt jede Hochschule einzeln fest: In Wuppertal zählen Boden und Reck, in Dortmund zusätzlich das Pferd, in Mainz, Koblenz und Kaiserslautern-Landau wird über 100 Meter geschwommen. Ein Kurs, der auf eine andere Hochschule zugeschnitten ist, trainiert im Zweifel die falschen Elemente.

Unter den Hochschulen in unserer Übersicht bieten die Universität Graz und die Universität Salzburg einen eigenen Vorbereitungskurs für ihre motorische Ergänzungsprüfung an: Graz nach eigenen Angaben ohne Gebühr, wobei die Kostenfrage laut Quelle nicht abschließend geklärt ist, Salzburg für rund 35 Euro (Stand August 2026). Für die übrigen Hochschulen in dieser Übersicht liegt uns kein eigenes Vorbereitungskursangebot vor. Details zur Ergänzungsprüfung der Universität Salzburg nennt die Hochschule auf ihrer Prüfungsseite.

Ein Vorbereitungskurs entfällt teils ganz, wenn eine Hochschule bereits bestandene Prüfungen anderer Standorte anerkennt: Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz erkennt Tests aus Koblenz und der RPTU Kaiserslautern-Landau unter Bedingungen an, sodass ein Bewerber mit gültigem Ergebnis dort keine zweite Prüfung und damit auch keinen zweiten Vorbereitungskurs braucht. Vor der Kursbuchung lohnt deshalb der Blick in die Anerkennungsregeln der Zielhochschule.

Bei einem externen Kurs lohnt der Abgleich mit drei Punkten: der Prüfungsordnung der Zielhochschule (welche Disziplinen zählen, wie viele Einzelleistungen mindestens bestanden sein müssen), den verwendeten Geräten und, beim Schwimmen, der Beckenlänge, an der trainiert wird. Ein Kurs an einem 25-Meter-Becken bereitet nicht zwangsläufig auf eine Bahn mit anderer Länge vor. Eine Übersicht zu Vorbereitungskursen, Anbietern und Kosten ordnet das Angebot nach Region ein, einen zwölfwöchigen Trainingsplan kannst du unabhängig von einem Kursbesuch nutzen, Tipps für den Prüfungstag ergänzen die Vorbereitung am Termin selbst.

Verwandte Begriffe

Alle Fachbegriffe rund um den Sporteignungstest sammelt unser Lexikon.

Übungstag: ein von der Hochschule selbst organisierter Termin vor der Prüfung, an dem Bewerber die Testhalle, die Geräte und teils die Bewertungskriterien kennenlernen, ohne dass eine Kursgebühr wie beim externen Vorbereitungskurs anfällt.

Trainingsplan: die strukturierte Abfolge von Trainingseinheiten in den Wochen vor dem Prüfungstermin, ausgerichtet auf die konkreten Disziplinen der Zielhochschule statt auf ein allgemeines Fitnessprogramm.

Tapering: die gezielte Reduzierung des Trainingsumfangs in den letzten ein bis zwei Wochen vor dem Prüfungstermin, damit Muskulatur und Nervensystem am Prüfungstag erholt sind statt ermüdet. Ein Tapering ersetzt keine sportärztliche Untersuchung, die Reduzierung des Trainingsumfangs bleibt allgemeine Orientierung, kein individueller Plan.

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