
In unserer Hochschulübersicht führt einzig Magdeburg den Cooper-Test ausdrücklich als Teil der Sporteignungsprüfung. An den meisten anderen Hochschulen im Sporteignungstest läuft die Ausdauerdisziplin über eine feste Strecke, meist 3000 oder 2000 Meter, oder über den Shuttle Run. Der Cooper-Test unterscheidet sich davon im Prinzip: Nicht die Zeit für eine Strecke zählt, sondern die Strecke, die du in 12 Minuten schaffst.
Was geprüft wird
Der Cooper-Test misst die Distanz, die du in exakt 12 Minuten auf der Laufbahn zurücklegst. Er prüft damit die allgemeine Ausdauerleistungsfähigkeit, nicht Sprintschnelligkeit oder Beweglichkeit. Was der Begriff bedeutet und woher der Name stammt, erklärt der Lexikonbeitrag zum Cooper-Test. Auf dieser Seite geht es um die Prüfungspraxis: Ablauf auf der Bahn, Rundenzählung, Tempogefühl und die Umrechnung einer Zielstrecke in eine Rundenzeit.
An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist der Cooper-Test einer von mehreren Teilbereichen der Sporteignungsprüfung, neben Sit-and-Reach-Test, Dreier-Hopp und Hindernislauf. Er betrifft Bewerber für den B.A. Sportwissenschaft und das Unterrichtsfach Sport in den Lehramtsstudiengängen, nicht den B.Sc. Sporttechnologie.
Anforderungen im Vergleich
| Hochschule | Anforderung/Normwert | Quelle |
|---|---|---|
| Magdeburg | Cooper-Test (12-Minuten-Lauf) als Teilbereich der Sporteignungsprüfung. Eine konkrete Zielstrecke oder Punktetabelle haben wir auf der Prüfungsseite nicht gefunden. | Prüfungsseite Magdeburg |
Für die übrigen Hochschulen in unserer Übersicht liegt uns kein Fall vor, in dem der Cooper-Test namentlich als eigene Prüfungsdisziplin geführt wird. Wo eine Hochschule stattdessen den 3000-Meter-, 2000-Meter-Lauf oder Shuttle Run ansetzt, findest du die Normwerte auf der jeweiligen Hochschulseite und im Trainingsplan für den Sporteignungstest.
Technik: worauf die Prüfer achten
Beim Cooper-Test entscheidet das Tempogefühl über das Ergebnis, nicht die Sprintfähigkeit auf den ersten 400 Metern. Wer zu schnell startet, verliert in den letzten drei bis vier Minuten mehr Strecke, als er am Anfang gewonnen hat. Prüfer achten auf einen gleichmäßigen Laufstil über die vollen 12 Minuten: aufrechte Haltung, lockere Schultern, gleichbleibende Schrittfrequenz.
Ein Rechenbeispiel zur Orientierung: Wer 2400 Meter in 12 Minuten anpeilt, läuft im Schnitt 200 Meter pro Minute, das sind rechnerisch genau 2 Minuten je 400-Meter-Runde. Für 3000 Meter liegt die rechnerische Rundenzeit bei rund 1:36 Minuten je Runde. Diese Umrechnung hilft bei der Tempoeinteilung, ersetzt aber keine offizielle Zielvorgabe der Hochschule, die den Test abnimmt.
Rundenzählen ist Teil der Aufgabe. Auf vielen Bahnen übernimmt das Prüfungspersonal die Zählung mit, verlässt du dich aber ausschließlich darauf, merkst du eine falsche Ansage erst am Ende. Zähle parallel selbst mit, etwa über Finger oder eine feste Geste bei jeder Ziellinie.
Training: Aufbau über 8 bis 12 Wochen
Der folgende Aufbau ist eine allgemeine Orientierung, kein individueller Trainingsplan, und ersetzt nicht die sportärztliche Untersuchung, die vor der Sporteignungsprüfung ohnehin Pflicht ist.
| Wochen | Schwerpunkt | Inhalt |
|---|---|---|
| 1 bis 4 | Grundlagenausdauer | 2 bis 3 lockere Dauerläufe pro Woche, Tempo im Gespräch noch möglich, Umfang langsam steigern |
| 5 bis 8 | Tempowechsel | Intervalle auf der Bahn, zum Beispiel 4 bis 6 mal 800 Meter im Zieltempo mit Trabpausen, ergänzt um einen ruhigen Dauerlauf |
| 9 bis 12 | Testsimulation | 1 bis 2 vollständige 12-Minuten-Läufe im Testtempo, dazwischen Regeneration, letzte Woche vor dem Termin reduziertes Pensum |
Ein ausführlicherer Wochenplan mit Einheiten für alle Teilbereiche der Sporteignungsprüfung, nicht nur den Cooper-Test, steht im Trainingsplan für den Sporteignungstest.
Typische Fehler am Prüfungstag
Zu schneller Start ist der häufigste Fehler: Die ersten zwei Runden fühlen sich leicht an, das Konto ist danach trotzdem leer. Zweiter Fehler ist die Rundenzählung selbst, ein Zähler zu wenig oder zu viel verfälscht die gemessene Strecke unabhängig von der Leistung. Dritter Fehler ist die Reihenfolge am Prüfungstag: Wer den Cooper-Test direkt nach einer kraftbetonten Disziplin ohne Pause läuft, startet mit erhöhtem Puls und ermüdeter Beinmuskulatur. Der Ablauf des Prüfungstags zeigt, wie die Disziplinen in der Regel aufeinanderfolgen. Vierter Punkt ist die Ausrüstung: falsches oder ungetragenes Schuhwerk führt eher zu Blasen und Krämpfen als zu einer besseren Zeit.
Verwandte Begriffe
Wer sich mit dem Cooper-Test beschäftigt, stößt auf verwandte Fachbegriffe: Shuttle Run als Pendellauf-Variante mit Richtungswechseln, Ausschlusszeit als die Marke, ab der eine Disziplin als nicht bestanden gilt, und Richtwert als unverbindliche Orientierungsgröße, die manche Hochschulen zusätzlich zur harten Bestehensgrenze veröffentlichen.
Häufige Fragen
Ist der Cooper-Test an jeder Hochschule Pflicht?
Nein. In unserer Hochschulübersicht führt Magdeburg den Cooper-Test ausdrücklich als Teilbereich der Sporteignungsprüfung. Die meisten anderen Hochschulen prüfen die Ausdauer über den 3000-Meter-, 2000-Meter-Lauf oder Shuttle Run.
Was ist der Unterschied zum 3000-Meter-Lauf?
Beim 3000-Meter-Lauf steht die Strecke fest und die Zeit wird gemessen. Beim Cooper-Test steht die Zeit fest, 12 Minuten, und gemessen wird die zurückgelegte Strecke. Beide prüfen Ausdauer, die Tempoeinteilung unterscheidet sich.
Wie zähle ich die Runden richtig?
Zähle bei jeder Überquerung der Ziellinie selbst mit, unabhängig davon, ob Prüfungspersonal ebenfalls zählt. Eine feste Geste oder das Abzählen an den Fingern verhindert, dass eine einzelne verpasste Runde die gesamte Distanz verfälscht.
Was passiert, wenn die Zielstrecke einer Hochschule nicht veröffentlicht ist?
Nennt die Prüfungsseite keine konkrete Zielstrecke oder Punktetabelle, gilt für die Vorbereitung ein gleichmäßiges, kontrolliertes Renntempo über die vollen 12 Minuten als sinnvollere Orientierung als eine geratene Zahl.
Wie lange sollte ich für den Cooper-Test trainieren?
Ein Aufbau über 8 bis 12 Wochen mit Grundlagenausdauer, Intervalltraining und ein bis zwei Testsimulationen deckt die üblichen Vorbereitungszeiträume vor einer Sporteignungsprüfung ab. Bei bestehender Grunderkrankung oder langer Trainingspause klärt ein Arzt vorab die Belastbarkeit.
Ersetzt ein anderer Ausdauertest den Cooper-Test?
Ob eine bereits abgelegte Ausdauerleistung anerkannt wird, entscheidet die jeweilige Hochschule im Einzelfall. Für Magdeburg gilt laut Prüfungsseite eine Anerkennung anderer Tests nach Einzelfallprüfung, Details klärt das zuständige Prüfungsamt.