Cool-down: Bedeutung im Sporteignungstest

KI-generiertes Symbolbild: Athlet dehnt sich ruhig nach dem Lauf, Thema Cool-down
KI-generiertes Bild (Symbolbild). Athlet dehnt sich ruhig nach dem Lauf auf der Bahn

Cool-down bezeichnet die bewusste Abwärmphase nach einer sportlichen Belastung, mit lockeren Bewegungen, leichtem Dehnen und ruhigem Ausklingen statt abruptem Stopp. Im Sporteignungstest fällt der Begriff vor allem als Übergang zwischen einzelnen Prüfungsblöcken und am Ende des Ausdauerlaufs.

Was der Begriff bedeutet

Ein Cool-down besteht aus lockerem Auslaufen oder Austrampeln, leichtem Dehnen der beanspruchten Muskelgruppen und kurzen Ruhephasen mit ruhiger Atmung. Der Deutsche Olympische Sportbund führt den Begriff in seinem Gesundheitsglossar als aktives Auslockern, das die körpereigene Regenerationsfähigkeit nach Belastung unterstützen kann. Anders als das Aufwärmen vor dem Start dient der Cool-down nicht der Vorbereitung auf eine Leistung, sondern dem Ausklingen danach. In der Praxis heißt das: nach der letzten Übung eines Blocks kurz auslaufen oder locker austraben, statt sich sofort hinzusetzen. Ein eigener Prüfungspunkt ist der Cool-down bei keiner Hochschule, er zählt nicht zu den bewerteten Einzelleistungen. Vom Cool-down zu unterscheiden ist die reine Wartezeit zwischen zwei Blöcken, die am Prüfungstag ohnehin entsteht, während die nächste Gruppe an der Reihe ist. Ein Cool-down nutzt diese Zeit aktiv, eine Pause lässt den Körper einfach ruhen. Beides schließt sich nicht aus: Wer nach dem Ausdauerlauf zunächst locker ausläuft und danach auf den nächsten Block wartet, kombiniert beide.

Rolle im Sporteignungstest

Am Prüfungstag folgen mehrere Disziplinen aufeinander, an der Deutschen Sporthochschule Köln etwa 19 Einzelleistungen aus Leichtathletik, Schwimmen, Turnen und Spiel, an der Ruhr-Universität Bochum bis zu 14 Einzeltests. Zwischen den Blöcken bleibt jeweils Zeit, in der sich ein kurzes Abwärmen der zuletzt beanspruchten Muskulatur anbietet, bevor der nächste Block eine andere Bewegungsart verlangt. Am deutlichsten zeigt sich das nach dem Ausdauerlauf, der an mehreren Hochschulen die letzte Disziplin des Tages ist: Statt direkt an der Ziellinie stehen zu bleiben, ist ein paar Minuten langsames Weitergehen oder -laufen üblich.

An der Bergischen Universität Wuppertal wechseln sich an einem Prüfungstag Schwimmen mit Streckentauchen und Zeitschwimmen, Turnen an Boden und Reck, eine Gymnastik-Kür mit dem Sprungseil und Leichtathletik mit Weitsprung und 2000-Meter-Lauf ab. Nach dem Lauf, der die Herzfrequenz am stärksten hochtreibt, bevor der nächste Programmpunkt ansteht, bietet sich ein kurzes Auslaufen eher an als eine sofortige Rückkehr zur Ruhe. An der Universität Münster mit Schwimmen, Sportspielen, Leichtathletik und Turnen an einem Prüfungstag gilt dasselbe Prinzip: je unterschiedlicher zwei aufeinanderfolgende Blöcke die Muskulatur beanspruchen, desto eher lohnt sich ein bewusster Übergang statt eines abrupten Wechsels.

An der Ruhr-Universität Bochum verteilt sich die Sporteignungsprüfung 2026 auf zwei Kalendertage, den 3. und den 4. September, getrennt nach Anfangsbuchstaben des Nachnamens. Wer über zwei Prüfungstage antritt, kann den Cool-down am Ende des ersten Tages ebenso einplanen wie zwischen den Blöcken am selben Tag. Wie der Prüfungstag im Einzelnen abläuft, von der Anmeldung am Morgen bis zum letzten Block, steht im Ablauf des Sporteignungstests. Konkrete Hinweise für das Verhalten zwischen den Blöcken fasst der Ratgeber mit Tipps für den Prüfungstag zusammen.

Verwandte Begriffe

Das Gegenstück zum Cool-down ist das Aufwärmen, das vor der ersten Disziplin die Muskulatur auf Belastung vorbereitet und in fast jeder Prüfungsordnung als eigener Programmpunkt vor Prüfungsbeginn vorgesehen ist. Beim Tapering handelt es sich dagegen um die gezielte Reduzierung des Trainingsumfangs in den letzten ein bis zwei Wochen vor dem Prüfungstermin, damit der Körper am Prüfungstag ausgeruht statt erschöpft antritt. Aufwärmen und Tapering betreffen die Zeit vor der Prüfung, der Cool-down die Minuten danach beziehungsweise zwischen den Blöcken. Der Cool-down ist damit Teil der umfassenderen Regeneration, die auch Schlaf, Ernährung und Erholungstage zwischen einzelnen Trainingseinheiten umfasst. Am Prüfungstag selbst bleibt davon nur die kurze Version zwischen den Blöcken übrig.

Weitere Fachbegriffe rund um Sporteignungstest und Sporteignungsprüfung sammelt das Lexikon.